29.04.2008

Sachsen "rockt" den JJLVK

von Sophie Gruschka

Das vergangene Wochenende war wieder ein sehr erfolgreiches für die sächsischen Kader. Nachdem die Pokale des vorigen Jahres verstaut waren, traten wir 48 Jugendliche und Betreuer am Freitagnachmittag die Fahrt ins Saarland zum Jugend- und Junioren-Ländervergleichskampf (JJLVK) an. Sieben Stunden Fahrt lagen hinter uns, als wir am Abend schließlich geschafft in die Schlafsäcke fielen. Am nächsten Morgen wurden wir liebevoll von Achims Gesängen aus dem Schlaf gesungen. Durch Sascha Martin positiv aufgebaut und vom Ausblick auf ein Eis ermutigt, wenn niemand disqualifiziert werden würde, starteten wir in den Wettkampf, am Samstag - der Einzellauf. Mit 20 Grad, strahlendem Sonnenschein und ab und zu einem lauen Lüftchen wurden wir wettermäßig reich beschenkt, auch wenn es einigen schon wieder zu warm war. ganzen Artikel lesen...

    Karte - Fotos - Ergebnisse - Ewige JJLVK-Statistik

21.04.2008

Nass, Nasser, DM Ultra-Lang

von Torsten Kaufmann

Am vergangenen Wochenende trafen sich in Altenberg die deutschen Orientierungsläufer und einige Gäste zu den vom SV Robotron Dresden ausgerichteten Deutschen Meisterschaften und Deutschen Bestenkämpfen im Ultra-Lang-OL und einem Bundesranglistenlauf. Wer den Wettergott derart geärgert hatte, das er der OL-Gemeinde ein so schlechtes Wetter schickte, war leider nicht zu erfahren, auf jeden Fall war es einer der nassesten und kältesten Wettkämpfe der letzten Zeit. Immerhin war das Wetter konstant schlecht, so dass für alle Wettkämpfer die gleichen Bedingungen herrschten. Laufgebiet war der Wald um den Kahleberg und beidseits entlang der Straße nach Rehefeld. Gekennzeichnet ist das Gelände durch einen relativ jungen Wald mit sehr fließenden Übergängen zwischen offenem, halboffenem und geschlossenen Wald sowie ausgeprägten Grabensystemen als Folge alter bergbaulicher Nutzung und einer schlechten Belaufbarkeit. Bahnleger Tilo Pompe nutzte das schwere Gelände, um allen Klassen sehr anspruchsvolle Bahnen zu bieten. Es galt, während des Laufes im diffizilen Gelände immer konzentriert zu bleiben, was durch die schweren Bedingungen und die langen Strecken nicht allen gelang. Auf jeden Fall waren die Anforderungen einer Meisterschaft würdig. ganzen Artikel lesen...

    Ergebnisse - Karte Ultralang - Karte BRL - Fotos - RouteGadget Ultralang

21.04.2008

Sieger-Interview mit Michael Möser

von Torsten Kaufmann

Im Anschluss an die DBK Ultra-Lang beantwortete H50-Sieger Michael Möser der Redaktion einige Fragen:

TU-OLine: Herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg. Wie siehst du persönlich deinen Lauf?

M.Möser: Ich hatte mich intensiv auf den Wettkampf vorbereitet, sehr gut trainiert und ging mit einem klaren Ziel an den Start: Ich wollte gewinnen! Nach dem Start hatte ich mir die gesamte Bahn angeschaut und erkannt, dass die Strecke aus einem orientierungstechnisch anspruchsvollen ersten Teil und einem vor allem läuferisch geprägten Schlussteil bestand (Karte). Also versuchte ich, im ersten Teil mit dosiertem Lauftempo sicher zu orientieren und Fehler zu vermeiden, um nach dem Straßenübergang genügend Kraft für die langen Passagen im Grünen zu haben. Diese Taktik ging voll auf. Ich holte am dritten Posten den Mitfavoriten Helmut Blumenstein ein, machte keine Fehler und konnte im Schlussteil mein hohes Lauftempo bis zum Ziel halten. Einfach ein optimaler Lauf !

TU-OLine: Das können in diesem schweren Gelände sicher nicht viele von sich behaupten. Wie schätzt du den Wettkampf insgesamt ein?

M.Möser: Der Lauf war mit dem schweren Gelände und der sehr guten Bahnlegung von Tilo Pompe der anspruchsvollste Wettkampf seit langem. Die Kartenaufnahme war mit den diffusen Übergängen zwischen offenem Gelände und den Waldflächen sehr anspruchsvoll und wurde aus meiner Sicht sehr gut gelöst. Auch sonst war alles gut organisiert und so kann man dem SV Robotron Dresden zu dieser gelungenen Veranstaltung gratulieren. Nur das Wetter wollte nicht so, aber das war ja für alle gleich.

TU-OLine: Welche Ziele setzt du dir nach dem gelungenen Saisonauftakt für die diesjährige Saison?

M.Möser: Wenn man schon lange läuft wie ich, ist es schwer sich immer wieder neu konkrete Ziele zu setzen. Internationale Starts sind in diesem Jahr aus Termingründen leider nicht möglich. Ich freue mich auf den Ostsee-OL Ende Mai auf der Insel Usedom mit einem sehr schönen Gelände, in dem wir schon vor vielen Jahren gelaufen sind. Ansonsten wünsche ich mir einfach eine verletzungsfreie Saison mit interessanten Läufen!

    

13.04.2008

OL mit Blick auf den Königstein - Kreismeisterschaft Pirna in Gohrisch

von Sieglinde Kundisch

Eine alte Tradition wiederbelebend, wurde am gestrigen Sonnabend die Kreismeisterschaft Pirna in Gohrisch auf der Karte "Königstein" ausgetragen. Der erste Termin für dieses Ereignis wurde von dem Sturm "Emma" hinweggefegt, aber verlegt auf den gestrigen Tag konnte dieser Lauf als gute Vorbereitung auf die Deutschen Bestenkämpfe Ultra-Lang am kommenden Wochenende genutzt werden, da zahlreiche Runden über die Höhen und durch die Steine und Felsen des Elbsandsteingebirges gedreht wurden. Da alle Altersklassen auf nur 4 verschiedenen Bahnen verteilt waren, gab es im Wald deutlich mehr Gegnerkontakt als bei anderen Läufen und im Ziel unendliche Routendiskussionen zwischen Damen und Herren sowie ganzen Familien.

Die Karte war überraschend klein und daher von zahlreichen Bahnkreuzungen überzogen. Die erste Hürde am Start bestand also darin, im Gewirr der roten Linien den Anfang zu finden. Die Bahnen waren interessant gelegt und führten im Wechsel in langen Schlägen über die Höhen oder in kurzen, schnellen Passagen zwischen den zahlreichen Steinen und Felsen am Rand des Waldes hindurch. Auch galt es auf einigen Verbindungen gut die Höhe zu halten und die Karte genau zu lesen. Eine besondere Herausforderung war es, die anderen Läufer im Auge zu behalten, um deren Schlenker in der Feinorientierung zu vermeiden und gleichzeitig auf das eigene Orientierungsvermögen zu vertrauen, um eben genau im richtigen Moment etwas schneller am Posten und wieder weg zu sein.

Das Wetter spielte mit und der "Margaretenhof", auf dessen Wiesen sich die OLer aufhalten durften, bot gute Sportlerkost in Form von "Spirelli in Tomatensoße", so dass beim gemütlichen Zusammensein die Bahnen ausgewertet und die Chancen am kommenden Wochenende zur Ultra-Lang in Altenberg bereits diskutiert wurden.Der USV TU Dresden war mit einem großen Starterfeld vertreten und konnte so unzählige Kreis-Meister in fast allen Altersklassen stellen. Besonders unsere Jüngsten haben sich wacker geschlagen.

    Ergebnisse - SI-Zeiten - Karte

08.04.2008

Bären-OL im Spreewald

von Fanny Sembdner

Zu den beiden ersten Bundesranglistenläufen des Jahres 2008 traf sich die deutsche OL-Gemeinde am Rande der Karte „Krausnicker Berge“ in der Nähe von Lübben im Spreewald. Der erste Kontakt mit der Konkurrenz aus ganz Deutschland nach dem Wintertraining war ein Mittelstrecken-OL, welcher in einem offenen Hochwald, durchzogen von vielen kleinen Hügeln, ausgetragen wurde. Die Streckenführung war interessant und bot die für die Mittelstrecke typischen eher kurzen Postenverbindungen mit vielen Richtungswechseln. Der Kompass war unverzichtbar, da die Luftlinie in den meisten Fällen der Idealroute entsprach.
Aufregungen gab es mit den ganz neuen SI-Chips 9. Obwohl vom Veranstalter vorher versichert wurde, dass die Stationen mit den neuen Chips kompatibel sind, gab es im Ziel Probleme, da aufgrund eines Fehlers die Zeiten nicht registriert wurden. Jedoch wurden die betroffenen Läufer letztendlich doch in die Wertung genommen. (Anm. d. Red.: Die SI-Card 9 ist nicht ganz neu, nur eben gerade in Deutschland kaum verbreitet. Alle eingesetzten Stationen hätten sich auch mit ihnen vertragen müssen, wurden vom Veranstalter dahingehend angepasst.)

Übernachtet wurde in einer Mehrzweckhalle in Lübben, das allseits befürchtete Schnarchen hielt sich in Grenzen (oder ich lag mit meiner Isomatte nur strategisch günstig?) und morgens wurden wir mit frischen Bäckerbrötchen und Kaffee geweckt – dafür vielen Dank an Achim. Der Samstagabend wurde bei der von den Berliner Veranstaltern organisierten Nudel-Party oder in verschiedenen Lübbener Kneipen verbracht, die Nachtschwärmer konnten sich danach noch beim Kneipenfestival tummeln.

Auch am Sonntag wurden Bundesranglistenpunkte vergeben. Auf einem Lang-OL ging es auf die Karte vom Vortag, diesmal hatten jedoch alle Klassen mit mehr Höhenmetern als auf der Mittelstrecke zu kämpfen. Im Bereich von Start und Ziel kam es naturgemäß zu Überschneidungen mit den Routen vom Vortag, so dass man hin und wieder sogar vom Wiedererkennungswert profitieren konnte. Zum nationalen Saisonauftakt zeigten sich die OLer des USV TU Dresden bereits in toller Form, wobei insbesondere auf die starken Leistungen der Jugendgruppe hingewiesen werden soll. Zu Mittelstrecke konnten Constanze Dahlheim (D10), Patricia Nieke (D14), Richard Völkel (H16) und Hagen Nieke (H45) ihre Klassen gewinnen. Weitere Podestplätze errangen Corinna Nieke (2. D16), Frank Nitzsche (2. H18), Kerstin Hellmann (3. D35), Heiko Gossel (2. H35) und Michael Möser (2. H50). Constanze, Patricia und Hagen komplettierten dann am Sonntag jeweils ihre Doppelsiege beim BRL-Wochenende und gewannen in ihren Klassen, wie auch Michael Möser und Helmut Conrad (H60). Auch Richard (2. H16), Frank (3. H18), Kerstin (3. D35) und Heiko (2. H35) standen erneut auf dem Siegertreppchen.

    Ergebnisse - Fotos - Karte (Samstag) - Karte (Sonntag)

03.04.2008

Unerwartetes zur Sprintserie

von Jan Müller

Treffpunkt unter der Brücke Budapester Straße – so stand es in den Hinweisen zum dritten Lauf der Dresdner Sprintserie geschrieben – und beim Blick auf den Stadtplan konnte man sich nicht recht vorstellen, wo sich dort ein geeignetes Sprint-Gelände befinden sollte. Aber Paul Leidinger (Post SV Dresden) hatte die kleine, feine Sprint-Karte "Budapester Rampe" rund um die zwei Ebenen der Kreuzung Budapester Strasse und Ammonstrasse sowie des angrenzenden Wohngebiets aufgenommen und dort eine 2,9 Kilometer lange Bahn mit 26 Posten gelegt. Wettermäßig machte der April seinem Namen alle Ehre, denn selbst bei den kurzen Laufzeiten zwischen meist 15 und 20 Minuten hatte man von Sonne bis zu einem kräftigen Regenschauer alles dabei.
Lagen die ersten Posten noch verhältnismäßig einfach entlang einer Wiese und eines Parkplatzes, galt es nach Überquerung der Budapester Brücke einen ständigen Wechsel aus Objekten innerhalb eines unübersichtlichen, krautigen Brachlands sowie im Wohngebiet zu bewältigen. Im Bereich des an eine wilde BMX-Strecke erinnernden Gebietes direkt neben dem Ziel war die größte Schwierigkeit, im Gewirr aus Luftlinien die Übersicht zu behalten. Über die gesamte Strecke waren eindeutig die starken Läufer im Vorteil, da es nur wenige Möglichkeiten zu größeren O-Fehlern gab und auch die möglichen Routen innerhalb des Wohngebietes annähernd gleichwertig waren.
Mit einer Laufzeit von 13:21 Minuten sicherte sich Robert Krüger (SSV Planeta Radebeul) den Sieg vor Wieland Kundisch und Heiko Gossel (beide USV TU Dresden). Aufgrund der Disqualifikation von Andreas Lenk (USV), der einen Posten überlief, dürfte bei den Herren nun auch die Gesamtführung in der Sprintserie gewechselt haben. Schnellste Dame war einmal mehr Cornelia Eckardt (USV), die sich den Sieg mit großem Vorsprung vor Karin Kraemer (Post SV Dresden) und Sieglinde Kundisch (USV) sicherte und ihre Gesamtführung damit weiter ausbaut.
Nächste Station der Sprintserie wird, dann hoffentlich mit einigen Teilnehmern mehr, am 30. April die Pratzschwitzer Kiesgrube sein.

    Karte - Luftbild - Ergebnisse - SI-Zeiten - Gesamtwertung

01.04.2008

Osterferien gleich Erholung?

von Corinna Nieke

Nicht für die Sachsenkader des USV TU Dresden!
Ehe die Sachen und Schuhe vom Sandstone Easter trocken waren, musste die kleine Abordnung Hansi Drechsel, Markus Grätsch, Jakob Schöne, Patricia Nieke, Theophil und Philippe Richter, Frank Nitzsche, Elli Drechsel sowie Corinna Nieke schon wieder voll durchstarten. Die Reise ging ins Ostertrainingslager des sächsischen Landeskaders nach Sellin auf Rügen. Hart gecoacht wurden wir von Rainer Müller, Josef „Pepa“ Neumann, Robert Krüger, Andrej Olunczek und Sabine Richter. In gewohnter Weise versorgte uns Achim Gerhardt wieder hervorragend.
Strandjogging, Bergsprint, Höhenlinientraining, Korridor-OL und Staffel-Verhalten standen auf dem Plan. Das Gelände auf Rügen erwies sich als recht bergig, sumpfig und brombeerreich. Vom Wetter hatten wir alles: von Schnee, Hagel und Regen bis Sonne und Wind. Trotz dieser Voraussetzungen ließen es sich einige nicht nehmen, ihre Badehose in der 6°C kalten Ostsee anzufeuchten. Nicht jeder, der eine nasse Badehose vorzeigen wollte, musste in die Ostsee steigen, sondern konnte sich im Whirlpool des Bades in Sellin entspannen.
Am Ende des Trainingslagers waren viele von uns zerstochen, zerkratzt und mit Blasen versehen. Trotzdem waren alle zufrieden - auch wenn der Hamster (unser Vereinsbus) auf dem Heimweg in den Winterschlaf fiel. Vielen Dank für die Organisation dieser schönen Woche. Es hat uns, wie jedes Jahr, viel Spaß gemacht und uns hoffentlich gut auf den Jugend- und Junioren Ländervergleichskampf (JJLVK), der am letzten April-Wochenende im Saarland stattfinden wird, vorbereitet. [Elisabeth Drechsel] &

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