30.07.2012

WOC 2012: Rückblickbericht

von Sieglinde Kundisch

"La tete et les jambes" - mit Kopf und Beinen

Die OL-WM 2012 fand in Lausanne, am Nordufer des Genfer See statt. Dort hieß er Lac Léman, wie auch alles andere lieber irgendwas Französisches hieß. Das deutsche Team, bestehend aus Christoph Brandt, Robert Krüger (beide SSV Planeta Radebeul), Alex Lubina (DJK Adler Bottrop), Sören Lösch (USV Jena), Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) und Herrentrainer Andreas "Lücke" Lückmann (Post SV Dresden) sowie Esther Doetsch (DJK Adler Bottrop), Christiane Tröße (SV TU Ilmenau), Sieglinde Kundisch-Larson (USV TU Dresden), Damentrainer Jan Birnstock (OK Leipzig) und Physiotherapeutin Johanna Greiner (TSV Grünwald), reiste am Donnerstag vor Beginn der Läufe an. Wir bezogen Quartier in der Stadtmitte, im Hotel Elite. Das sollte nur am Rand erwähnt werden, aber vielleicht hat es sich ja tatsächlich positiv auf unsere Einstellung ausgewirkt, denn die guten Nachrichten sind: wir hatten fünf (unterschiedliche!) Läufer im A-Finale. Die schlechten gibt es nicht, denn niemand wurde verletzt und vertragen haben sich auch alle. Wir, die wir nicht ins A-Finale kamen, haben jede Menge gelernt. Aber nun der Reihe nach.

Am Donnerstag und Freitag gingen wir auf die Model Event Karten für die Lang- und Mitteldistanz. Am Sonnabend wurde es ernst für die Sprinter. Zwei der Herren, Robert und Alex, wollten nur Sprint laufen. Beide lieferten sichere und schnelle Läufe am Morgen bei der Quali und erreichten, genau wie Esther, das am Nachmittag stattfindende A-Finale. Anders als bei der EM gibt es bei einer WM keine B-Finalläufe. ganzen Artikel lesen...

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25.07.2012

JWOC 2012: Rückblickbericht

von Florian Flechsig

Baby, give me one more time chicken with rice and potatoes!

Rimini: Abschlussfahrt des Gymnasiums in Klingenthal, Abiturjahrgang. Eine Woche vor der JWOC. Während die anderen aus meinem Schuljahrgang noch ihren Rausch ausschlafen, schnüre ich die Schuhe und bewege mich Richtung Strand. Nein, kein Morgen-Joga oder so was. Lockeres Laufen, dann Steigerungen und danach zum Frühstück. Die letzten Vorbereitungen für die JWM in der Slowakei eine Woche später. Entspannen am Strand und Trainieren bei Hitze (am Morgen schon um die 30-35°C!). Denn vor allem letzteres erwartete mich gut eine Woche später beim ersten Wettkampf in Ko‘ice - dem Sprint. Warm, warm und hot (nein, das lag nicht nur an der Norwegerin, die gleichzeitig mit mir gestartet ist…).

Schon die Hinfahrt 4 Tage vorher war sehr schweißtreibend, so dass uns die Trainer Josef "Pepa" Neumann und Jan Birnstock auch gleich darauf hingewiesen haben, dass wir genug Wasser trinken sollen. Die Tage bis zum ersten Wettkampf verbrachten wir mit Stadtbesichtigungen in Ko‘ice (Sprintgelände), kurzen und lockeren Trainingseinheiten im für die Staffel und Mitteldistanz relevanten Gelände und Entspannen (bei Volleyball, Essen…).

Aber zurück zum Sprint in Ko‘ice: schöne Altstadt, viele Hinterhöfe und Durchgänge, ein Park im Anschluss. Alles sah sehr viel versprechend aus und es hätte ganzen Artikel lesen...

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12.07.2012

WUOC 2012: Rückblickbericht

von Anna Reinhardt

Zwischen Prüfungen und anderweitigen Orientierungslauf-Großveranstaltungen machte sich auch eine kleine deutsche Delegation ins Land des (zu dem Zeitpunkt noch zu ermittelnden) Fußball-Europameisters auf, um an den diesjährigen 18. Studenten-Weltmeisterschaften in Alicante teilzunehmen und eine Woche spanischen Sommer zu erleben. Hier ein kleiner Abriss meiner World University Orienteering Championship (WUOC) 2012.

Sonntag, 1.7.
Abflug aus Deutschland. Auf geht’s nach Palma de Mallorca. Ich hätte nie gedacht, dass ich dort mal vorbeikomme... Mit einiger Verspätung und ein bisschen Verlust (Christoph muss dann wohl den nächsten Flug nehmen) landen wir schließlich in Alicante. Ich bin beeindruckt von der weiten trockenen Landschaft, den Felsformationen, den Palmen. Willkommen in der spanischen Sonne! ganzen Artikel lesen...

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11.07.2012

WMOC 2012: Rückblickbericht

von Ingrid Grosse

Jedes Jahr, meist in der wettkampfarmen Sommerzeit, treffen sich die OLdies oder Senioren oder Veteranen oder World Masters aus aller Welt, um in den Altersklassen ab D/H35 bis D85 bzw. H90 ihre Besten zu ermitteln. Nach so exotischen Ländern wie Australien, Neuseeland, nach der Schweiz 2010 und Ungarn 2011 war 2012 erstmals Deutschland, genauer: der Harz, Austragungsort der Wettkämpfe. Der MTK Bad Harzburg hatte sich beworben, bei vielen war damals die Skepsis groß.

Um es vorweg zu nehmen: die Bad Harzburger und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer, darunter unser Rainer Müller als Technischer Delegierter, haben Beeindruckendes geleistet. In der Vorbereitung war alles genau durchdacht worden, damit die ca. 4.000 Sportler (etwa 1500 Damen und 2500 Herren) aus 42 Ländern in der Zeit vom 1. bis zum 8. Juli gute Wettkämpfe erleben konnten. Sogar mit Petrus hat es offenbar einen Vertrag gegeben: während es überall in Deutschland Unwetter und Hochwasser gab, fanden die Wettkämpfe, bis auf kürzere Regengüsse, bei gutem Wetter statt. ganzen Artikel lesen...

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08.07.2012

EYOC 2012: Rückblickbericht

von Markus Grätsch

Am Mittwoch vergangener Woche (27. Juni) war es endlich soweit. Ein Kleinbus startete in Dresden. An Bord waren Theresa Flechsig (USV TU Dresden), Dorothea Müller (Post SV Dresden), Markus Grätsch (USV TU Dresden) und Thomas Rewig (USV TU Dresden). Wohin ging die Reise? Nach Frankreich, ins Zentralmassiv um die Stadt Bugeat zur Jugendeuropameisterschaft, kurz EYOC. Außer den drei Athleten sowie ihrem Betreuer und Trainer, haben dort für Deutschland noch sieben weitere Personen ihr Bestes gegeben.

Es standen ein Sprint, eine Langdistanz und die Staffel auf dem Programm. Bemerkenswerte Resultate der Dresdner sind ein 5. Platz nach ihrer Bahn in der Staffel von Theresa und ein 16. Platz von Dorothea bei der Langdistanz. Dorothea schaffte bei der Staffel sogar noch eine Ehrung, mit einem 6. Platz in der Staffelwertung - gemeinsam mit Hanna Müller und Leonore Winkler. Natürlich haben auch die anderen Nicht-Dresdner zum Teil sensationelle Ergebnisse geliefert. So erreichte Hanna Müller (TV Kippenheim) außer dem tollen Staffelergebnis zusätzlich gleich zwei Mal die Brozemedallie (Sprint - mit noch zwei weiteren Drittplatzierten und Langdistanz) und ganzen Artikel lesen...

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07.07.2012

Silberner WMOC-Abschluss für Helmut Conrad

von Jan Müller

Zum Abschluss der Senioren-WM hatten die OLer des USV TU Dresden nochmals Grund zum Jubel. Helmut Conrad sicherte sich nach seinem WM-Sieg im Sprint in der Klasse M70 die Silbermedaille über die Langstrecke. Nach einem zweiten und ersten Platz in den beiden Qualifikationsläufen in Drei Annen Hohne bzw. Clausthal-Zellerfeld musste sich Helmut zum Finale nur dem Schweden Björn Linnersjö geschlagen geben - ganze 43 Sekunden lagen am Ende der 5 Kilometer langen Strecke zwischen beiden. Auch Cornelia Eckardt zeigte nochmal ein starkes Rennen und sicherte sich in der W40 Platz 6.

Das Laufgebiet am Diabas-Steinbruch zwischen Bad Harzburg und Torfhaus komplettierte die Vielfalt der von den Organisatoren ausgewählten Gelände: Galt es während des ersten Quali-Laufes in den ausgedehnten Dickicht-Steinfeldern rund um den Ottofelsen genaustens zu orientieren, stellte der zweite Vorlauf aufgrund des starken Bodenbewuchses vor allem konditionelle Anforderungen bei schwülwarmem Wetter. Zum Finale wartete größtenteils schnell belaufbarer offener Wald, dessen steiler Westhang nochmals mit vielen Steinen und Felsen gespickt war.
Mit Blick auf den (ausnahmsweise) wolkenfreien Brocken ging eine durch den MTK Bad Harzburg perfekt organisierte WM-Woche in Deutschland zu Ende. Gerüchteweise gingen einige Unentwegte bereits auf Quartiersuche für die in Italien stattfindende WMOC 2013.

    Ergebnisse Lang-Finale - WMOC 2012

02.07.2012

Helmut Conrad erneut Senioren-Weltmeister

von Jan Müller

Bei der heutigen ersten Entscheidung der Senioren-WM wurde Helmut Conrad in der Klasse M70 seiner Favoritenrolle erneut gerecht und gewann zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel über die Sprintdistanz. Das Rennen in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Goslar stellte aufgrund der vielen engen, verwinkelten Gassen und Innenhöfen hohe Anforderungen an die Läuferinnen und Läufer. Hinzu kam die ungünstige Witterung, denn ständiger Nieselregen hatte das Kopfsteinpflaster der Kaiserpfalz Goslar gefährlich glatt werden lassen. Da die Läufer stellenweise recht schnell um die Ecken der Innenstadtgassen bogen, blieb auch der eine oder andere Zusammenstoß zwischen konzentriert kartelesenden OLern nicht aus.

Helmuts Triumph war am heutigen Tag allerdings bei weitem nicht das einzige Top-Ergebnis aus Sicht des USV TU Dresden. Nach ihrem fulminaten Vorlaufsieg bestätigte Sabine Richter ihre gestrige Leistung und kam in der W45 auf Platz 6 liegend ins Ziel. Cornelia Eckardt (7. in der W40) und Ingrid Grosse (10. in der W70) rundeten das sehr gute Mannschaftsergebnis ab.

Am morgigen Ruhetag gilt es Kräfte für die beiden Qualifikationsläufe der Langdistanz zu sammeln, die am Mittwoch und Donnerstag in Drei Annen-Hohne bzw. Clausthal-Zellerfeld stattfinden werden.

    WMOC 2012 in Bad Harzburg

01.07.2012

Sprint-Qualifikation zum Auftakt der Senioren-WM

von Jan Müller

Das erste Rennen der World Masters Orienteering Championships (WMOC) - 2012 in Deutschland ausgetragen - fand heute im Zentrum und Kurpark des Zentralortes Bad Harzburg statt. Die Vorläufe über die Sprintdistanz boten den Altersklassenläuferinnen und -läufern ab W/M35 einen interessanten Mix von kurzen Verbindungen durch die Bad Harzburger Parkanlagen sowie langen Routen durch die urbanen Bereiche. Dabei erforderten die unpassierbaren Zäune und Mauern, oliv gezeichnete Siedlungsgebiete und einige Sperrgebiete genaues und konzentriertes Kartelesen beim hohen Lauftempo. Die über die Bad Harzburger Flaniermeile schlendernden und in den Cafés des Kurortes sitzenden Touristen bildeten dabei das interessierte und anfeuernde Publikum.

Aus Sicht des USV TU Dresden ragen die Vorlaufsiege von Sabine Richter (W45-1) sowie Helmut Conrad (M70-2) aus der Masse guter Quali-Läufe heraus. Helmut ist damit nach 2010 und 2011 bereits zum dritten Mal in Folge auf Kurs der WMOC-Goldmedaille im Sprint. Sabine setzt nach einer intensiven WMOC-Vorbereitung (unter anderem mit einem Trainingslager in Finnland) ein deutliches Ausrufezeichen im Hinblick auf eine mögliche Top-Platzierung im Finale. Ebenfalls für das A-Finale in ihrer Klasse qualifizierten sich (Aufzählung erhebt wg. schlechter Internetverbindung im tiefen Harz-Tal leider keinen Anspruch auf Vollständigkeit) Michael Löhning, Michael Dähnn (beide M35), Conny Eckardt (W40), Heiko Gossel, Burkhard Cerbe, Hagen Nieke, Michael Drechsel (alle M45). Die Finalläufe werden morgen Nachmittag im Zentrum der UNESCO-Weltkulturerbestadt Goslar ausgetragen.

    WMOC 2012 in Bad Harzburg