28.04.2017

April! April! Der weiß nicht, was er will

von Leonie von Jagow

Am Dienstag in den Ferien ging es für den Sachsenkader zum Ostertrainingslager in den Harz. Man kann es sogar als interkulturellen Austausch bezeichnen, denn zu Gast waren auch OLer aus Brandenburg und Thüringen. Die gemeinsame Vorbereitung auf den JLVK ist Tradition.

Schon auf der Hinfahrt war uns klar, dass das Wetter seinen eigenen Kopf hatte. Im Regen betraten wir das Naturfreundehaus in Stecklenburg und wenn ich mich recht erinnere, dann gab es an diesem Tag auch noch einen leichten Schneefall. Auch die Sonne ließ ein paar Tage später nicht auf sich warten und Hagel vollendete das komplette Programm.

So wechselhaft waren auch die Trainingseinheiten. Mal ging es bergab, mal bergauf. In der Auswertung des Downhill-OLs hieß es, dass einige es einfach bergab rollen ließen, sehr schnell, aber leider manchmal in die falsche Richtung. Das war eines der Dinge, die ich mitnahm: Bevor man losläuft, sollte man seine Absprungrichtung kennen.

Den Bergsprint, der ganzen Artikel lesen...

    Simones Vereins-TL - MBO (auch ein TL dort) bei dem wir mitLIEFEN - „Ruhe“nachmittag - Fotos von Peter G

25.04.2017

Osterferien-Trainingslager in der ERNA

von Christina Holfeld

In den Osterferien ging es für 18 Kinder der D/H10 - D/H14 in die ERNA in Papstdorf zum OL-Trainingslager. Zusammen trainierten hier junge Sportler von TU, Post, Robotron, Bad Schandau und Wehrsdorf.

Nach dem Einrichten der Bungalows wurde bei einer kurzen Wanderung rund um das Lager das Gelände erkundet. Am Nachmittag wurde von allen ein Testlauf absolviert. Und gleich im Anschluss gab es einen Sprint im Lager.
Am Mittwochvormittag wurden bei einem Stern-OL von den Kindern mehrere kurze Bahnen im Wald gelaufen.
Am Nachmittag wurden gleich zwei Läufe im Lager durchgeführt: Zuerst musste man beim Doppelposten-OL ganz genau auf den Postenstandort achten (pro Objekt gab es immer zwei Posten). Noch schwieriger war der darauffolgende Korridor-OL (große Kartenteile waren nicht lesbar). Nach dem Abendbrot gab es noch einen Osterhasen-OL. Im Gelände waren für alle Kinder Osternester versteckt und mussten mit einer OL-Karte (Score) gefunden werden.
Am Donnerstag starteten wir mit einem Normal-OL im Wald. Am Nachmittag unternahmen wir in kleinen Gruppen (3 Kinder/Gruppe) eine Fels-OL-Wanderung. Nach dem Abendbrot spielten wir alle zusammen Werwolf (das muss man können, bevor man Sachsenkader werden darf :-)). Nach dem Dunkelwerden gab es dann noch einen Nacht-OL im Lager und die Stirnlampen flackerten durch das ganze Gelände.
Zum Abschluss des Trainingslagers fand am Freitag ein Staffel-OL statt. Nach einer Einweisung (u. a. Wechsel, Postencodes kontrollieren) ging es los und nacheinander gingen je 3 Läufer auf je zwei Strecken. Nach einer Stunde standen die Sieger fest (und es waren nicht die Schnellsten).

Ohne die Hilfe der Trainer/Betreuer ist so ein Lager nicht möglich. Ein Dankeschön geht an:
Angelika, Christine, Christina, Henrike, Kerstin, Helmut, Holm und Rainer

    Die jungen Sportler - ... in Aktion - Fotos

17.04.2017

Osterpostensuche beim Prager Ostern

von Theresa Flechsig

Alle Jahre wieder pilgern viele OLer aus DD in das Gebiet rund um Doksy und Dubá (oder auch: DD) zum Prager Ostern. Für die meisten von uns ist es wohl wie ein Urlaubswochenende - nur eben mit müden Beinen und Muskelkater inklusive. Neben den anstrengenden OLs gibt es nämlich auch eine Menge in der Gegend zu entdecken.

Das Osterwochenende begann bereits 12 Uhr mit einem verhältnismäßig frühen Start, sodass man nachher noch genug Zeit hatte, die Beine zu lockern … wie zum Beipsiel beim Schlendern über den Ostermarkt in Úštěk. Aber vorher ging es nicht ganz so gemütlich Berge hoch und runter auf der Karte Zahájí bei Dubá. Auch wenn es „nur“ eine verkürzte Langdistanz war, hatten die Strecken es in sich mit einem Mix aus längeren und genauso extrem kurzen Schlägen. Im Wettkampfzentrum konnte man sich von den ersten Strapazen mit Blick auf den See (und wenige Badelustige), Riesenkartoffelpuffern, heißer Schokolade oder Kofola in der Hand erholen.

Die nächsten zwei Etappen fanden in gleichem Gelände, Pruský Kámen bei Jestřebi, statt. Da die meisten TU-OLer erst gegen 13 Uhr dran waren, traf man einige in Jestřebi auf der Burg, von der aus man schon den Start und die Läufer in Ameisengröße beobachten konnte.
Nun, ich fand die Etappe am Vortag schon anstrengend genug mit ihren steilen Hängen, das zweite Gelände und die Bahnlegung legten aber nochmal Einiges oben drauf. Lange Schläge, viele steile Hänge, schwierige Routenentscheidungen und kniffelige Felsposten … und dazu noch eine Menge Höhenmeter und insgesamt lange Strecken, sodass wir uns oft eine Stunde oder länger durch den Wald kämpften.

Der Ostersonntag startete kalt und windig. Bei den Strecken kam man aber immerhin ordentlich ins Schwitzen (oder man spürte zumindest seine Finger irgendwann wieder). Da der Jagdstart wieder im gleichen Gelände wie am Vortag stattfand, konnte man aus seinen Fehlern lernen (wie zum Beispiel, dass die Hänge wirklich steil und kräfteraubend sind). Im Ziel gab's außerdem Schokolade für jeden. Es hoppelte aber nicht nur der Osterhase über die Zielwiese, sondern es sprangen auch gute Ergebnisse für uns raus: Bei den Eliteläufern konnten sich Wieland als Zweiter und Floh als Sechster einen Preis zur Siegerehrung abholen, genauso wie Patricia als Dritte und Theresa als Sechste bei den Elitedamen. Bei der Jugend konnte Cedrik in der H18 sich den dritten Platz sichern und in der D35A Conny den Zweiten genauso wie Susi bei den D35B.

Alles in allem war es also ein sehr schönes Wochenende. Vor allem, weil das Wetter entgegen aller Erwartung hielt und es so gut wie gar nicht regnete. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an Rico, der für uns netterweise die Anmeldung übernahm.

    Ergebnisse - Wieland und der Osterhase - Kulturprogramm "Ostermarkt" - 6 auf der Burg von Jestrebi - weitere Bilder

07.04.2017

OLer sind schneller oder laufen zwei schneller, leidet der/die Dritte

von Wieland Kundisch

„Die Hälfte! – Gefühlt.“
„Jetzt geht es nur noch berg...auf!“
„Ein Viertel noch!“
„Ein Sechstel!“
„Der letzte Kilometer, Cedrik!“ „Laufen lassen!“
„Langer Zieleinlauf, da vorn ist der Endposten. Die Post ist 100m hinter uns, wir bleiben vor ihnen!“ Geschafft!
Motivieren ist meine Stärke? Scherzen eher. Wobei es sich mit Freude im Gesicht leichter läuft, Freude am Spaß und am Sport am meisten motiviert.

Der Mannschaftscross zieht auch immer wieder Dresdner OLer an, grüne, gelbe, Robotroner, grüngelbe mit Robotron-Werbung – wachsende und ehemalige Sachsenkader. Männer, Frauen, Familien. 6,3km. 53 Höhenmeter, nicht 49. Vor 104 Jahren begann es mit 3,8km, hieß der Lauf „Querfeldeinrennen“. Damals waren wir noch nicht dabei.
Gestern liefen über 200 Teams mit.

Statt Posten muss man(nschaft) ein Tempo finden. Zu dritt im flotten Gleichschritt. Soldaten zudem mit abgewogenem Gepäck.
Extra Spannung kurz vorm Start: Karsten checkt, dass wir die Startnummern mit unserem anderen Männerteam tauschen müssen.

Tombola diesmal – statt nach Startnummern – nach Plätzen. Die aufgerufenen Plätze sind zu hoch.
Ohne Ergebnisliste (oder fanden wir sie diesmal nicht?) überraschte die Siegerehrung: ganzen Artikel lesen...

    Zur Geschichte - Ergebnisse 2017 - Bilder 1 - Bilder 2

05.04.2017

Als Sachsen noch eine gemeinsame Grenze zu Österreich-Ungarn hatte

von Diethard Kundisch

Seit einigen Jahren bietet KRK Litvinov interessante und „exotische“ Wettkämpfe an. Am vergangenen Wochenende fand im Gebiet um Ostrov am oberen Ende des Bielatals der 3. Sudetského Tojnárkova Bloudění, übersetzt Tojnár's Sudeten-Wanderung oder neudeutsch -Trail.

Die Veranstaltung begann mit einem 2h-Rogaining-Wettbewerb in der Nacht. Am Sonnabend fand ein 5h-Rogaining-Wettkampf zwischen dem Hohen Schneeberg, Tisa und Rosenthal statt.
Und zum Abschluss gab es ein 4h-Rogaining auf einer Karte die im Rahmen der Franziszeischen Landesaufnahme im Zeitraum zwischen 1810 bis zum Ende der 1850er Jahre aufgenommen wurde.
Diese Karten dienten in ersten Linie militärischen Zwecken.

Die Karte wurde im Maßstab 1 : 28.800 aufgenommen und die Höhen als Schraffen dargestellt.

Die Höhenangaben beziehen sich auf den Triester Pegel. Triest gehörte damals auch zu Östereich-Ungarn, umgangssprachlich in Österreich Seehöhe oder Adriahöhe.
Die Höhen wurden in Wiener Klafter (= 1,896 m) angegeben. Der Hohe Schneeberg misst 381,57 Wiener Klafter = 723,45 m. Die offizielle Höhe wird mit 722,8 m angegeben, dabei ist zu beachten das heute in Österreich und Tschechien unterschiedliche Bezugshöhen verwendet werden.

    Wettkampfkarte - Zum Vergleichen dazu die aktuelle Wanderkarte 1 : 40.000 - und die OL-Karte von 1999 im Maßstab 1 : 10.000