25.07.2020

Weltelite beim Rumpelwer oder -was?

von Wieland Kundisch

Nächstes Jahr werden die Weltmeisterschaften in Tschechien ausgetragen. (Vorausgesetzt es funkt kein Weltuntergang dazwischen.) Die Polen, Esten und andere wissen es und trainieren dort – Wettkämpfe. Die Tschechen haben's drauf. Sowohl mit Karte laufend als auch OL ausrichtend. Hängt scheinbar zusammen. Gut und das Gelände ist auch noch oft Hammer.

Letztes Wochenende reizte der traditionelle 3-Etappen-OL Rumcajsovy míle des Sportcentrums Jičín (Jičín liegt im Südosten des Český ráj) mit dem markant klassischen Logo. Der Verein war früher (1976 bis 2006, bis 1986 jedes Jahr, ab 1986 alle 2 Jahre) schon für seinen 5-Tage-OL bekannt, lockte mit diesem bis über 3000 Leute aus Europa in seine Gefilde. Und diesen gewann unser Helmut 9-mal – die Veranstalter zählten mit. Um es vorwegzunehmen: beim Rumcajsovy míle 2020 (seit 2013) gewann Helmut auch. Zur Siegerehrung war er bereits weg. Was will er auch mit gutem tschechischen Gebräu außer verschenken? Das dürfen andere auf seiner 80. Geburtstagsfeier demnächst vielleicht auf ihn trinken.

So, so schwer ist es nicht: Rum- wie Rum, -caj- wie caj, Tee, und -sovy wie sowie. (Und míle klingt fast wie Mühle.) Was das heißt, fragte nicht nur ich mich und es klärte sich mir übers Wochenende.
Einige der 18 Deutschen (17 Sachsen, 12 Vereinsdresdner und immer die selben und jünger werden sie auch nicht) von über 1000 Startenden (wahrscheinlich hatten mehr gewollt, als gedurft) hatten die Läufe am westlichen Ausläufer des Český ráj (Böhmisches Paradies) schon mehrfach mitgemacht, andere wie ich waren blutige Anfänger, wobei ich das weitläufige Nachbargelände Richtung Osten zwischen Srbsko und der Burg Kost wie meine zweite Heimat kannte: vier Trainingslager als Jugendlicher, Jungbetreuer, Trainer und Vorbereiter, Euromeeting vor 10 Jahren, weitere Frühlings-OL und -TL. Pěkné prázdniny (Nice Holidays) findet auch regelmäßig in diesen wundervollen Felswäldern statt. Und dort am See, am Komárovský rybník, zeltete ich und wanderte und lief (inklusive Albinoreh und Beeren), um auch wirklich dort zu sein, im Paradies. OL-(Jung)Volk tummelte sich ebenda. Wären ohne das neuartige, furchterregende Virus auch mehr und junge Leute von uns dabei gewesen? ganzen Artikel lesen...

    alle (Gesamt-)Ergebnisse - Sabines Fotos

16.07.2020

MTBO: Orientieren mit dem Mountainbike am Elbhang und rund um den Badesee in Birkwitz

von Astrid Müller-Wenzke

Während am ersten Juliwochenende am Berzdorfer See endlich wieder ein Orientierungslaufwochenende stattfand, organisierten die Mountainbikeorientierungsfahrer des ESV Dresden zwei Wettkämpfe des Deutschland-Cups in der Sparte MTBO in Dresden und Pirna.

Diese Möglichkeit, schneller als zu Fuß mit Fahrrad und OL-Karte unterwegs zu sein, ließen sich bei den angekündigten hohen Temperaturen 4 Teilnehmer aus unserem Verein nicht entgehen. Am Sonnabend wurde es technisch sehr anspruchsvoll zwischen Dresden-Rochwitz und Dresdener Fernsehturm. Schmale Pfade, steil bergab und bergauf, ließen nicht so geübte Downhillfahrer eher vorsichtig beginnen. Und als es dann auf einer langen Postverbindung recht lang bergauf ging, konnte man wählen, die Treppe des Kotzschweges zu Fuß zu nehmen und das MTB zu schultern oder bergan die Pfade im Wald mit dem MTB zu befahren. Der Zeitvergleich befand beide Varianten etwa gleich schnell.

Hendrik Heß (H21) und Astrid Müller Wenzke (D50) erreichten in der ausgetragenen Sächsischen Landesmeisterschaft ganzen Artikel lesen...

    weitere Infos MTBO bei Ostrov - Ergebnisse - Harrys Artikel - Astrids Sportgeräd :)

12.07.2020

Jährlich grüßt das Murmeltier – Radebeuler Saisoneröffnung wieder im Frühsommer

von Kay-Uwe Kaufmann

Das zweite Mal nacheinander wurde aus der traditionellen Radebeuler Saisoneröffnung der Abschluss der ersten Saisonhälfte im sächsischen Orientierungslaufkalender. Nachdem im letzten Jahr ein Sturm die Verschiebung erzwang, war der Saisoneröffnungs-Termin am 14.03. im Jahr 2020 eines der ersten Veranstaltungs-Opfer eines weit größeren Ereignisses, dessen Namen wir in diesem Artikel nicht auch noch mal wiederholen werden. Nach vielen Absagen oder Verschiebungen, u.a. unseres eigenen 3-Tage-OL zu Pfingsten, konnte dann ab Mitte Juni ein schmales Wettkampfangebot unter Hygienekonzept-Bedingungen einen Hauch von Normalität in unser OL-Leben bringen. Beginnend mit dem Karteneinweihungstraining in der Dresdener Heide unter Wettkampfbedingungen, gefolgt von der Crosslauf-Heide beim Dubrow-OL nahe Berlin, der Wiederaufnahme der Dresdener Sprint-Serie beim Pratzsche-Sprint in Pirna-Copitz und der waldähnlichen Bergbauhalde bei den rührigen Görlitzer-OL-Freunden endete nun die kurze inländische Saison im höhenmeterreichen Vor-Erzgebirgswald im mittelsächsischen Falkenau. Das Gelände und das WKZ im Waldbad war den meisten Teilnehmern vom heißen Juni des Vorjahres gut bekannt, so dass es mit wenig Überraschungen und viel Respekt vor den teils steilen Hängen in die angenehme Sommerluft hinaus ging.

Unser Verein stellte mit knapp 50 Teilnehmern den üblichen Ein-Fünftel-Anteil an den Gesamt-Wettkämpfern. Einige TU-Läufer testeten sich auf längeren Strecken, als es ihr Alter bzw. die Jugend eigentlich erforderten. Andere stellten sich ihrem Alter und testeten erstmals die neue Altersklasse.
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    alle Ergebnisse - der 13. Vielposten-OL wirft seine Schatten voraus - gefühltes Anbaden zur Saisoneröffnung

08.07.2020

Durch den Busch am Berzdorfer See

von Marek Klein

Nach langer Pause ging es endlich wieder los mit OL!
Ein Teil der TU-Jugend reiste schon am Freitag an, um noch entspannt etwas beisammen zu sein. Dann, am Samstag, ging es los, aber erst mal ausschlafen, da erst um 13 Uhr Nullzeit war. Also konnten wir auf dem Zeltplatz lange schlafen und lange essen.
Da ich alleine in meiner Kategorie war und somit schon fast Sächsischer Meister – solange ich keinen Fehlstempel machte, konnte ich es relativ entspannt angehen, konnte mich aber trotzdem auf der längsten Strecke des Tages mit den ganz Schnellen messen.

Nun, die Meinung der Görlitzer zu dem Wald war, es wäre ein einziger Busch, also tendenziell eher schlecht belaufbar. Das hat die Motivation jetzt nicht so übermäßig gesteigert, aber erst mal schauen und loslaufen, vielleicht ist es gar nicht so schlimm. Ich habe direkt den ersten Posten eingekreist, da ich dort die Karte falsch interpretiert habe. Der Rest ging besser als erwartet und auch der Wald war besser als erwartet, aber wenn man mit der „schlimmsten“ Erwartung herangeht, dann kann es ja nur besser werden. :-)
Leider gab es Corona-bedingt keine Getränkeposten, dadurch hatte ich extremen Durst.
Nach 2 Stunden und 3 Minuten im Wald war ich dann auch endlich da und fix und fertig, aber Sächsischer Meister.
Zum Glück konnte man direkt danach in den See springen und sich abkühlen. Am Abend haben wir dann noch gemütlich am See Nudeln gekocht und 'ne Weile Volleyball gespielt. Dann, im Dunkeln, haben sich noch zwei mutige Männer entschieden ins kalten Wasser zu springen. Und eigentlich war nur der erste Moment kalt, als man eingetaucht war, und danach ging es.

Am nächsten Tag mussten wir leider schon um 8 Uhr frühstücken, da um 10 Uhr schon der 1. Start war.
Die Strecke war nochmal fast genauso lang und auch der Wald prinzipiell der Gleiche.
Am Sonntag bin ich vor den ganz Schnellen gestartet, die haben mich auch fast alle dann eingeholt, aber es lief deutlich besser als am Samstag. Ich habe es sogar unter 2 Stunden geschafft und war insgesamt auch „nur“ 4 Stunden an dem Wochenende im Wald. Es war ein wunderschönes und endlich wieder ein ganzes OL-Wochenende mit allem, was dazu gehört (natürlich Corona-konform).

    Ergebnisse - Fotos - Fotos vom Ausrichter OL Görlitz e. V.