12.07.2020

Jährlich grüßt das Murmeltier – Radebeuler Saisoneröffnung wieder im Frühsommer

von Kay-Uwe Kaufmann

Das zweite Mal nacheinander wurde aus der traditionellen Radebeuler Saisoneröffnung der Abschluss der ersten Saisonhälfte im sächsischen Orientierungslaufkalender. Nachdem im letzten Jahr ein Sturm die Verschiebung erzwang, war der Saisoneröffnungs-Termin am 14.03. im Jahr 2020 eines der ersten Veranstaltungs-Opfer eines weit größeren Ereignisses, dessen Namen wir in diesem Artikel nicht auch noch mal wiederholen werden. Nach vielen Absagen oder Verschiebungen, u.a. unseres eigenen 3-Tage-OL zu Pfingsten, konnte dann ab Mitte Juni ein schmales Wettkampfangebot unter Hygienekonzept-Bedingungen einen Hauch von Normalität in unser OL-Leben bringen. Beginnend mit dem Karteneinweihungstraining in der Dresdener Heide unter Wettkampfbedingungen, gefolgt von der Crosslauf-Heide beim Dubrow-OL nahe Berlin, der Wiederaufnahme der Dresdener Sprint-Serie beim Pratzsche-Sprint in Pirna-Copitz und der waldähnlichen Bergbauhalde bei den rührigen Görlitzer-OL-Freunden endete nun die kurze inländische Saison im höhenmeterreichen Vor-Erzgebirgswald im mittelsächsischen Falkenau. Das Gelände und das WKZ im Waldbad war den meisten Teilnehmern vom heißen Juni des Vorjahres gut bekannt, so dass es mit wenig Überraschungen und viel Respekt vor den teils steilen Hängen in die angenehme Sommerluft hinaus ging.

Unser Verein stellte mit knapp 50 Teilnehmern den üblichen Ein-Fünftel-Anteil an den Gesamt-Wettkämpfern. Einige TU-Läufer testeten sich auf längeren Strecken, als es ihr Alter bzw. die Jugend eigentlich erforderten. Andere stellten sich ihrem Alter und testeten erstmals die neue Altersklasse.
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    alle Ergebnisse - der 13. Vielposten-OL wirft seine Schatten voraus - gefühltes Anbaden zur Saisoneröffnung

08.07.2020

Durch den Busch am Berzdorfer See

von Marek Klein

Nach langer Pause ging es endlich wieder los mit OL!
Ein Teil der TU-Jugend reiste schon am Freitag an, um noch entspannt etwas beisammen zu sein. Dann, am Samstag, ging es los, aber erst mal ausschlafen, da erst um 13 Uhr Nullzeit war. Also konnten wir auf dem Zeltplatz lange schlafen und lange essen.
Da ich alleine in meiner Kategorie war und somit schon fast Sächsischer Meister – solange ich keinen Fehlstempel machte, konnte ich es relativ entspannt angehen, konnte mich aber trotzdem auf der längsten Strecke des Tages mit den ganz Schnellen messen.

Nun, die Meinung der Görlitzer zu dem Wald war, es wäre ein einziger Busch, also tendenziell eher schlecht belaufbar. Das hat die Motivation jetzt nicht so übermäßig gesteigert, aber erst mal schauen und loslaufen, vielleicht ist es gar nicht so schlimm. Ich habe direkt den ersten Posten eingekreist, da ich dort die Karte falsch interpretiert habe. Der Rest ging besser als erwartet und auch der Wald war besser als erwartet, aber wenn man mit der „schlimmsten“ Erwartung herangeht, dann kann es ja nur besser werden. :-)
Leider gab es Corona-bedingt keine Getränkeposten, dadurch hatte ich extremen Durst.
Nach 2 Stunden und 3 Minuten im Wald war ich dann auch endlich da und fix und fertig, aber Sächsischer Meister.
Zum Glück konnte man direkt danach in den See springen und sich abkühlen. Am Abend haben wir dann noch gemütlich am See Nudeln gekocht und 'ne Weile Volleyball gespielt. Dann, im Dunkeln, haben sich noch zwei mutige Männer entschieden ins kalten Wasser zu springen. Und eigentlich war nur der erste Moment kalt, als man eingetaucht war, und danach ging es.

Am nächsten Tag mussten wir leider schon um 8 Uhr frühstücken, da um 10 Uhr schon der 1. Start war.
Die Strecke war nochmal fast genauso lang und auch der Wald prinzipiell der Gleiche.
Am Sonntag bin ich vor den ganz Schnellen gestartet, die haben mich auch fast alle dann eingeholt, aber es lief deutlich besser als am Samstag. Ich habe es sogar unter 2 Stunden geschafft und war insgesamt auch „nur“ 4 Stunden an dem Wochenende im Wald. Es war ein wunderschönes und endlich wieder ein ganzes OL-Wochenende mit allem, was dazu gehört (natürlich Corona-konform).

    Ergebnisse - Fotos - Fotos vom Ausrichter OL Görlitz e. V.

24.06.2020

Teil 2: 24h-OL + Rogaine - und Bushaltestellennudelgenuss - komprimiert auf 12h

von Wieland Kundisch

Wer in die Ergebnisse schaute (Spoiler), merkte schon, die Geschichte ging gut für Bolek und Lolek aus. …

… und selbst der Ablauf nach endlich gefundenem Posten führte durch reichlich Euft vor dem Asphaltweg. Meine ungebändigte OL-Freude wollte durch meine Worte nicht ganz auf Friedmar-Bolek überspringen und ich übte mich schließlich in der kritischen Zeit der Zeitknappheit kurz im Klappehalten, um ihn seine Kraftreserven ausschöpfen zu lassen. Kurz vor (Kurz-)Schluss hatte er den klareren Kopf. Ein Team sind halt immer mehr als ein irrender Mensch. (Manchmal irren sich beide/ alle. ;-) Kurz vor unserem Endposten erkannte ich den Wald von meinem Mittags-OL und jubelte beim Finden des Lochpostens in der Nähe eines „24er-Posten“ und wir rannten noch „überpünktlich“ 5 vor 19 ins Ziel.
Die nächsten 5min hielten meine Glücksgefühle noch an. Wäre ich in diesen weitergelaufen, z.B. auf die nächste OL-Bahn, wäre ich meiner Schmerzen noch nicht gewahr geworden. ganzen Artikel lesen...

    Ergebnisse Dubrow-OL am Sonntag, an dem einige von uns mitliefen - Gesamtergebnisse 24er

22.06.2020

24h-OL + Rogaine - und Bushaltestellennudelgenuß - komprimiert auf 12h

von Wieland Kundisch

Zum 22. Thüringer 24-Stunden-OL vor einem reichlichen Jahr verkündeten die Organisatoren und anwesende Tschechen, dass 2020 ein (1.) „24er“ in Tschechien stattfinden wird. Auch in Ungarn sollte es im Juli wieder einmal einen geben. (Die Schweizer hatten das Konzept vor 13 Jahren ebenfalls einmal aufgegriffen.) Alle wissen: dieses Jahr kam vieles anders. Die OL-Freunde, die ihre Freundschaft dieses Jahr einmal südsüdwestlich von Prag auf einer Wiese mitten im Wald mit reichlich OL ausleben wollten, sprangen spätestens ab, als von dem ursprünglich weltlängsten Staffel-OL durch die Veranstaltungsauflagen nur ein Rumpf an OL-Erlebnis blieb: je eine Tag- und eine Nachtbahn pro Läufer bzw. Läuferin – zuzüglich einer Teamwertung, weil staffeltypisches Abklatschen ja „außer Mode“ gekommen ist. Nils Peters und ich, die wir von den vielen Dresdner OLern, die im Frühjahr noch ganz heiß auf den Wettkampf gewesen waren, übrig geblieben waren, suchten, erfragten und fanden schließlich ein Team. Denn die Kriterien für ein solches waren immerhin geblieben: max. 3 H21er und mind. 2 Damen. Ich hätte dieses Jahr den Senioren geben können, doch wir fanden mit Jens Patommel (Post SV Dresden) auch noch einen reiferen Herren als mich und mit ihm ein Post-TU-Team: PostTU Dresden, das die uralte Liebe ohne Konkurrenzverlust zwischen unseren Vereinen wieder einmal beschwor. Postu heißt auf Tschechisch Post. Und mit Cedrik Klein hatten wir einen von einigen Dresdner OLer-Studenten, die ab und an Post-Pakete austragen, fürs Team gewinnen können, der kurzerhand seinen Startplatz beim Dubrow-OL abtrat. Helene Schubert (Post SV Dresden) und Sonnhild Grismajer ergänzten dann schon eine (knappe) Woche vor Mittsommer, an dem der 24h-Ersatz-OL ausgetragen werden sollte, unser Team.

Doch damit nicht genug: ganzen Artikel lesen...

    Rogaine-Karte mit Routen - Ergebnisse Rogaine - 5 Fotos - Liveergebnisse-Einzel 24er