19.09.2012

DPT.DM.BRL.WRE: ein volles Wochenende in Rheinhessen

von Julius Huhn

Nachdem die weite Strecke bis Rheinhessen zurückgelegt war, begann das Wochenende für einige schon am Freitagabend mit einem Nachtsprint in Wiesbaden. Gestartet wurde am Schlosspark. Dieser liegt zwischen Altstadt-Wohngebiet im Osten und Neubaublöcken mit Spiel- und Sportplatz im Westen, was für einen interessanten Lauf mit mehreren Geländewechseln sorgte. Schade nur, dass aufgrund verängstigter Anwohner ein Posten fehlte...wenn es im Dunkeln blinkt, dann ruft man lieber mal die Polizei, es könnte ja eine Bombe sein...

Der Samstag startete dann ganz gemütlich, schließlich war erst 13 Uhr Nullzeit. Nachdem man im Massenquartier ausgeschlafen hatte (sofern dies möglich ist), sich ein massiges Achim-Frühstück zuführen durfte (es hatten ja alle noch viel Zeit bis sie in den Wald mussten), folgte endlich der Massenstart für die ersten Läufer. Offenbar ist das Auspacken der Karte aus ihren Umschlägen nicht ganz so einfach, während man sich im Getümmel nach vorne kämpft, denn bereits auf der Startwiese zerrissen mehrere Karten. Dies führte letztendlich auch zum Fehlstempel in der H18-Staffel unseres Vereins - die Postenbeschreibung hatte es gar nicht erst in den Wald geschafft.
Die Bahn führte die Läufer durch ein größtenteils gut belaufbares Gelände, welches von einigen Tälern eingeschnitten wurde. Dort ging es auf langen Schlägen erst einmal um die läuferische Stärke, um sich von seinen Konkurrenten abzusetzen. Im Gegensatz dazu forderte das letzte Stück der Strecke in nunmehr sehr detailreichem Gelände mit kurzen Verbindungen nochmals volle Konzentration von den erschöpften Läufern. Auf der Schlussrunde erschwerte eine tiefgrüne Vegetation zusätzlich den Endsprint, so dass jedem die Möglichkeit eingeräumt wurde, nochmals wertvolle Zeit auf den letzten Metern liegen zu lassen. Diese Bahnlegung zahlte sich für alle durch viele spannende und knappe Entscheidungen aus.
Am Ende des Tages konnte der USV TU Dresden neben einem schönen Lauf auch auf viele gute Ergebnisse zurückblicken. Nachdem im letzten Jahr unser Verein in beeindruckender Weise die Siege in allen Damenkategorien davontrug, gelang dieses Jahr die Titelverteidigung "nur" in den älteren Kategorien D145 (Heike Leideck, Sabine Juckelandt, Kerstin Hellmann) und D175 (Birgit Buhler, Ingrid Möser, Ingrid Grosse), doch auch alle anderen Klassen belegten Treppchenplätze mit zweiten Plätzen bei den Jugendlichen D14 (Ellen Klüser, Lea Schoffer, Leonie von Jagow) und D18 (Patricia Siegert, Patricia Nieke, Theresa Flechsig) und Bronzemedaillen in der Hauptkategorie DT (Corinna Nieke, Conny Eckardt, Anna Reinhardt) und der D105 (Sabine Richter, Ines Drechsel, Christina Holfeld). Auch die Herren erliefen sich mehrere gute Platzierungen mit einem Sieg in der H175 (Michael Möser, Hagen Nieke, Helmut Conrad), einer Silbermedaille in der H105 (Torsten Kaufmann, Thomas Wuttig, Henryk Dobslaw), und in der HT kamen die TU Staffeln gleich auf Platz drei (Karsten Leideck, Gatis Caics, Wieland Kundisch) und vier (Florian Flechsig, Tomi Kääriäinen, Anatolij Zelenin) direkt hintereinander ins Ziel.

Die Mitteldistanz am Sonntag war ein World Ranking Event für die Eliteklassen und die H20 und somit auch mein erster WRE-Lauf. Aufgrund der hohen Startbeteiligung (75 Läufer auf unserer Bahn) wurden wir H20er schon sehr zeitig in den Wald geschickt, weshalb der Sonntagmorgen für einige nicht ganz so entspannt wurde wie der Vortag. Dafür hatte ich das Privileg, als erster die Warmup-Karte zu belaufen. Auch wenn man den Wald schon vom Vortag kennt, ist es doch eine angenehme Hilfe zur Startvorbereitung. Doch es stellte sich heraus, dass man den Wald schon viel besser kannte als erwartet. Ich fand es ein bisschen schade, dass die Strecke durch genau dasselbe Gelände verlief, wie bereits die Staffel und dass es sogar einige Postenverbindungen gab, die man sehr ähnlich schon am Vortag gelaufen war. Vielleicht führte dies aber auch zu schnelleren und fehlerfreieren Läufen? Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.

Im WRE erlief sich Wieland Kundisch einen sehr, sehr guten vierten Platz, gefolgt von Karsten Leideck auf dem elften Rang. Die schnellsten USV-Damen waren Cornelia Eckardt (7. Platz), Anna Reinhardt (11.) und Corinna Nieke (13.). In der H20 belegten Florian Flechsig und Anatolij Zelenin die ersten beiden Plätze.
Weitere Top-Platzierungen erreichten mit einem Sieg in ihren Kategorien Christina Holfeld (D40), Ingrid Grosse (D70) und Helmut Conrad (H65) und weiterhin Leonie von Jagow (3. Platz D14), Theresa Flechsig und Patricia Nieke (3. und 4. D18), Paul Hempel und Anton Holfeld (zeitgleich 2. Platz H12) und Markus Grätsch (2. H16)

Die meisten Dresdener des USV werden bei der DM Lang-OL als Organisatoren mitwirken und so war das für viele der letzte große Wettkampf in diesem Jahr. Aus meiner Sicht war es ein schöner Saisonabschluss.

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