31.12.2016

TU-OL 2016

von Wieland Kundisch

Das Jahr war schlecht? Voller Krieg, Katastrophen, Betrug und Unsicherheit, wenn man den Rückblicken der allgemeinen Medien glauben mag. Wenn dem so ist: Ein Grund mehr zu schauen, was aus OL-Sicht schön war im alten Jahr. (Bild von Konrad Tonn)

Unser Verein zählt aktuell 264 OLer_innen. Davon 109 Kinder und Jugendliche zeugen von der kontinuierlichen Nachwuchsarbeit zweier Kindergruppen und einer Jugendgruppe, um die sich bis zu 20 Trainer_innen sorgen. Glanzlichter waren hier neben dem traditionellen Oster-Trainingslager das ebenso traditionelle Winter- (demnächst das 9.) und das wieder neu initiierte Sommer-Trainings-Wochenende, aber auch zahlreiche andere gemeinschaftliche Trainings mit Spiel und Spaß.

Vier unserer jungen Kader bestritten die Juniorenweltmeisterschaften in der Schweiz, 3 davon auch den Junioren-Europa-Cup in Schottland. Unser erfolgreichster Sportler Helmut Conrad gewann in seiner Kategorie bei der Senioren-WM in Estland sowohl die Sprint- als auch die Langdistanz. Der (mehrfache) Doppel-Weltmeister wird am 11.1.2017 dafür vom Sächsischen Turnverband geehrt. Einige TU-OLer waren auf der USV-Sportlerehrung, der Ehrung der Dresdner Sportjugend und bei der USV-Jugendehrung. Wichtiger sind natürlich für jeden persönliche Erfolge und schöne, gemeinsame Erlebnisse. Unsere Sportlerin, die dieses Jahr die meiste internationale OL-Luft schnupperte, ist ganz klar Patricia Nieke. Mit dem Weltcup-Auftakt in Polen, der EM in Tschechien, der Studenten-WM in Ungarn, dem Euromeeting in Lettland und dem Weltcupfinale in der Schweiz schien sie nix ausgelassen zu haben. Bei der WM in Schweden war sie auch zugegen, allerdings einmal vorrangig als Zuschauerin. Viele unserer Vereinsmitglieder liefen im Sommer wieder verschiedene Mehrtage-OL, durch Kadertrainingslager bedingt (Thomas Rewig und Wieland Kundisch waren hier noch einmal als Jugendbundes- bzw. Landestrainer in vollem Einsatz vereint.) allen voran den OO-Cup, der neben Slowenien diesmal auch in Italien und Österreich seine Teilnehmer herausforderte. Und eine Woche zuvor die Swiss-O-Week. Nächstes Jahr scheint der O-Ringen einige in den Norden zu locken. Gut möglich, dass das auch einmal wieder eine skandinavische Großstaffel tut ...

Auch auf nationaler und regionaler Ebene räumten TU-OLer ab: Nachdem 2015 59 Medaillenträger über 200 Medaillenplätze (bei Meisterschaften, Bestenkämpfen und dem Deutschland-Cup) erliefen hatten, schafften diesmal ebenso viele über 160 Top-3-Plätze wie in den Jahren zuvor. Herausragend hier Konstantin Kunckel mit 9 Medaillenplätzen, Helmut Conrad mit 8 und Cornelia Eckardt mit 6. Da MBO immer so kurz kommt: Hendrik Heß wurde Sachsenmeister und Deutscher Vizemeister. Ebenso erfreulich war die DM Staffel im Erzgebirge, die Kerstin Uiboupin, Ellen Klüser und Patricia Nieke bei den Damen deutlich gewannen vor TU 2. Bei der ersten deutschen Sprintstaffel in Seesen errangen wir bei den jungen Erwachsenen (Elite) Platz 3 (fast auch den 4.), bei der Jugend den 2. Platz und bei den Senioren gar den 1. und 2. Beim Schülercup bei Kirch Rosin erliefen sich unsere jungen Talente Bronze. Auch auf Ausrichterseite waren wir aktiv: Die Jugend richtete den 9. Dresdener Vielposten-OL aus, unser Verein stemmte (fast) die Hälfte der Dresdener Sprint-OL-Serie (4-5 Läufe von 10) und wir organisierten zahlreiche Schul-OL und ähnliche Projekte wie im Zoo für Kinder. Und da Ski-O immer so kurz kommt: Diethard Kundisch organisierte vor bald einem Jahr mit anderen WMSOC und Weltcup. Am Fichtelberg und in Mühlleithen wo weitere Ski-OL folgen sollen ...

2017 verstärken 16 junge TU-OLer_innen den Landeskader. Und richtet unser Verein den JLVK den nationalen Jugend-OL im Mai aus. Den Sprung vom nationalen Junioren- in den Erwachsenenkader schaffte Paula Starke auf Anhieb. Und für die folgenden Jahre wurden bereits Ideen für weitere Wettkampforganisationen diskutiert.