30.12.2020

2020 ist Geschichte - mit (er)zählbaren Gewinnen

von Wieland Kundisch

Nicht alles war Mist, sondern gerade was stattfinden konnte oft schön, weil es – dank aufwändiger Hygienekonzepte – stattfinden konnte.

Das Jahr fing gefühlt wie jedes mit Vorfreude auf die neue OL-Saison an.
Paula Starke wurde in der Sächsischen Schweiz Deutsche Elite-Bestenkämpferin im Nacht-OL.
Jan Müller gewann den ersten eigenständig ausgetragenen Trail-O in Deutschland in der Elitekateorgie im bayerischen Landshut.
Und im Spätsommer wurde Cornelia „Conny“ Eckhardt im Trentino quasi Italienische Meisterin im Sprint- und Lang-OL in der D50.
Alle drei waren bei der TORUS, der 2. Serie des virtuellen Trail-O, die im Dezember als Adventskalender stattfand, in der A-Kategorie die erfolgreichsten drei USV-OLer.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Eine Woche vor Conny gewann ein deutsches Team mit Startläuferin Patricia Nieke und drittem Läufer Josef „Pepa“ Neumann die Schweizer Sprint-OL-Staffel in A-Kategorie in Kreuzlingen.

Beim tschechischen 3-Tage-OL Sandstone / Pískovce bei Doksy im Sommer stand neben Pepa (H35) und Conny (D50) auch Helmut Conrad (H75) zuoberst auf dem Podest.

Der MTBO rollte nach anfänglichem Stocken national durchs Jahr und die D-Cup-Jahreswertung/ Bundesrangliste gewannen von uns Hendrik Heß (H21) sowie Falk Wenzel (H40).

Sieben Läufe der sächsischen Landesrangliste konnten stattfinden und aus unserem Verein gewannen elf ihre Klassen.
Sächsische Meister*innen über die Langstrecke südlich von Görlitz am Berzdorfer See wurden 2020 zehn aus unserem Verein.

Wiederum elf USV-OLer*innen wurden Sächsische Mittelstrecken-Meister*innen in den Nikolsdorfer Wänden im Herbst, also bei dem ersten der zwei OL, die unsere Vereinsjugend 2020 ausrichtete.

Die Dresdner Sprint-OL-Serie schaffte es in ihrem 17. Jahrgang nach drei Ausfällen am Ende auch noch auf sieben Läufe: Die Hälfte der acht Gesamtsiege ging an den USV: Anna Holfeld gewann die D-12, Konstantin Kunckel in seinem 1. Jahr in der H18-40 eben diese, Kerstin Uiboupin das Äquivalent der Damen und Cornelia Eckhardt die D45-.

Erfolge sind relativ, unvollständig und können neidisch machen. Persönliche zählen mitunter mehr. Andere wollen halt auch gerne so gut platziert sein – und strengen sich auch an und trainieren. Gut tat und tut die Freude am O-Sport, Zusammenhalt und Unterstützung im Verein und darüber hinaus - z.B. regional und in den Kadern, dass wir unseren Sport auch eingeschränkt noch ausüben konnten und mit Angeboten zum Individualtraining (Karten mit Bahnen im Netz) weiterhin können, bis wieder OL-Land in Sicht ist.

Für 2021 kommen aus unserem Verein 4 Bundes- u. 17 Sachsenkader.

Viele Wälder leben, auch wenn einige Bereiche tot gefressen und abgeholzt, vom Sturm umgefegt oder gar von Feuer verkohlt werden oder ohne genügend Niederschlag austrocknen. Und falls nicht mehr viele Bäume stehen und sich erholen, ist „kein OL im Wald“ nicht unser größtes Problem.

Auf ein gesundes 2021 – gerade auch was die Natur um uns auf unserem schönen Planeten angeht!

    Wie das OL-Jahr begann - Jan Müllers Elitesieg im Trail-O